Eine gemeinsame Initiative der deutschen Automobilindustrie unter dem Dach des VDA.
Es war laut Carl Benz das "Problem der Probleme", das Bosch im Jahr 1902 löste. Die Zündkerze ermöglichte die zuverlässige Zündung bei immer höher drehenden Motoren. Zum richtigen Zeitpunkt entflammt sie das Benzin-Luft-Gemisch im Motor. Das hat sich seit den Anfängen des Automobils im Grunde genommen nicht verändert und äußerlich sehen Zündkerzen heute noch fast so aus wie vor vielen Jahrzehnten, obwohl sie inzwischen natürlich viel leistungsfähiger geworden sind.
Das kleine Bauteil muss den unwirtlichsten Bedingungen standhalten und seinen immer gleichen Dienst leisten. Beim Kaltstart bei minus 20 Grad muss der Funke ebenso überspringen wie während der sommerlichen Autobahnfahrt bei 90 Grad Motortemperatur. Während der Fahrt entstehen durch die kalte angesaugte Luft und die heißen Abgase bei jedem Zündvorgang hohe Temperaturunterschiede, der sogenannte Thermoschock. Der Druck im Motor kann bis zu 100 bar erreichen - das in etwa 50-Fache des Reifendrucks.
Umso erstaunlicher ist es, dass Zündkerzen von Bosch heute bis zu 150 Mal weiter fahren als damals. Für diese Verbesserung sind die verwendeten Materialien entscheidend verantwortlich. Die Elektroden, also die Metallteile, zwischen denen der Funke überspringt, sind aus besonders widerstandsfähigen Materialien wie Silber, Platin oder Yttrium gefertigt. Sie müssen nur sehr selten ausgetauscht werden, auch deshalb hat Bosch eine unglaubliche Marktabdeckung von 98 Prozent erreicht. 2007 lief die zehnmilliardste Zündkerze im Bamberger Werk vom Band.