Eine gemeinsame Initiative der deutschen Automobilindustrie unter dem Dach des VDA.
Der Opel Calibra wird mit dem Design von Erhard Schnell und einem CW-Wert von nur 0,26 zum „Aerodynamik-Weltmeister“.
Klima- und Umweltschutz im Straßenverkehr sind auch für unsere österreichischen Partner ein wichtiges Thema.
Um sich fortzubewegen, muss ein Auto diverse physikalische Widerstände überwinden. Je höher die Geschwindigkeit, desto entscheidender wird dabei der Widerstand der Luft. Eine gute Aerodynamik, also eine optimales Verhalten des Fahrzeugs in der Strömungsluft, ist daher von entscheidender Bedeutung für den Benzinverbauch und damit auch die CO2-Emissionen. BMW hat aus diesem Grund die stolze Summe von 170 Millionen Euro in ein neues aerodynamisches Versuchszentrum in München gesteckt. Eine Investition in die Zukunft, in vielerlei Hinsicht.
In der weltweit modernsten Anlage ihrer Art sind Strömungsgeschwindigkeiten bis 300 km/h möglich. Und sie ist groß genug, um mit ausgewachsenen Autos ganze Überholvorgänge nachstellen zu können. Auf fünf Laufbändern kann zudem jeder beliebige Straßenbelag simuliert werden. Ein kleineres Labor dient der Untersuchung von 1:2-Modellen in einem früheren Entwicklungsstadium. Die Messinstrumente sind so genau, dass selbst der Flug eines Papierfliegers analysiert werden kann.
Nach Meinung von Experten liegen im Aerodynamik-Bereich mit die größten Reserven, um die Autos von morgen umweltschonender zu konstruieren. Zu etwa 40 Prozent resultiert der Luftwiderstand aus den Proportionen und der Form eines Fahrzeugs, 30 Prozent sind Rädern und Radhäusern zuzurechnen und 20 Prozent macht der Unterboden aus. Die restlichen zehn Prozent stammen von Funktionsöffnungen etwa zur Kühlung des Motors oder der Bremsen. Mithilfe des Versuchszentrums hält BMW eine Reduzierung des Luftwiderstands um 30 Prozent in naher Zukunft für möglich. Das entspräche einer Treibstoffeinsparung von ungefähr 7,5 Prozent.